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Für die Errichtung und den Betrieb von Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasserleitungsanlagen gilt das DVGW-Arbeitsblatt W 551 über die „Technischen Maßnahmen zur Verringerung des Legionellenwachstums“ vom April 2004. Danach muss am Austritt von Warmwassererzeugungsanlagen ständig eine Temperatur von mindestens 60 °C gehalten werden. Bei Anlagen mit Zirkulationsleitungen darf die Warmwassertemperatur im System nicht um mehr als 5 °C gegenüber der Austrittstemperatur absinken. Somit muss die Rücklauftemperatur der Zirkulation in den Warmwasserbereiter mindestens 55 °C betragen. Außerdem soll Trinkwasser (kalt) möglichst kühl gehalten und vor unerwünschter Erwärmung, z. B. durch Sonneneinstrahlung oder nahegelegene Heizungsleitungen, geschützt werden.

Legionellen im Trinkwasser

Ein Schlaraffenland fur Legionellen: Wenig benutzte Wasserleitungen! Der wichtigste Verbündete im Kampf gegen das Legionellenproblem war bisher: Hitze. Das Wasser wird dabei im zentralen Heizkessel des Hauses auf 60 Grad erwärmt. Damit können beinahe alle Bakterien abgetötet werden. Doch nur die, die sich im Heizkessel befinden. Die Legionellen, die sich schon im Leitungssystem verbreitet haben, werden davon nicht erfasst. Für den Menschen werden Legionellen zur Gefahr, wenn sie in großen Mengen z.B. beim Duschen bzw. bei Verwendung von Whirlpools, Inhalationsgeräten und Mundduschen, beim Mundspülen, sowie insbesondere beim Einsatz von Klimaanlagen in die Lunge gelangen.
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