PH-Werte von Trinkwasser

Der Trinkwasser-PH-Wert gibt an, ob Ihr Trinkwasser sauer, neutral oder basisch ist.

PH-Werte zwischen 0 und 7 bedeuten: Säure
PH-Wert 7 bedeutet: Neutral
PH-Werte zwischen 7 und 14 bedeuten: Lauge

Ungefähre PH-Werte von gängigen Stoffen

  • Salzsäure 3,5%: PH-Wert 0
  • Salzsäure 0,35%: PH-Wert 1
  • Magensäure: PH-Wert 2
  • Essig: PH-Wert 3
  • Coca Cola: PH-Wert 3
  • Wein: PH-Wert 4
  • Saure Milch: PH-Wert 5
  • Bier: PH-Wert 5
  • Mineralwasser: PH-Wert 6
  • Reines Wasser: PH-Wert 7
  • Blut: PH-Wert 7,4
  • Sauberes Seewasser: PH-Wert 8,3
  • Waschmittellösung: PH-Wert 10
  • Natronlauge 3%: PH-Wert 14

Je weiter der Trinkwasser-PH-Wert vom „Neutral-Wert“ 7 entfernt ist, um so stärker ist die Säure oder Lauge. Eine Lösung mit einem pH-Wert von 1 ist eine stärkere Säure als eine Lösung mit einem pH-Wert von 3.

Trinkwasser PH-Wert: Die Vorschriften laut trinkwv 2001 und trinkwv 2011

Laut Trinkwasserverordnung – trinkwv 2001 und neue trinkwv 2011 – muss der PH-Wert des Trinkwassers zwischen 6,5 und 9,5 liegen. Diese Werte sind verbindlich für die Trinkwasserversorgung festgelegt und dürfen weder unter- noch überschritten werden.

Trinkwasser PH-Wert: Warum saures Trinkwasser gefährlich sein kann

Vorsicht: Ein Trinkwasser-pH-Wert von weniger als 7 ist nicht ideal! Denn bei sauren PH-Werten (=PH-Werte < 7,0) ist das Wasser korrosiv, d.h. es zersetzt praktisch jedes Metall, insbesondere natürlich auch die Kupfer-Wasserleitungen im Haus. Saures Wasser kann Kupfer „auswaschen“.

Trinkwasser PH-Wert: Saures Trinkwasser fördert Legionellen

Mehr noch: Im sauren Bereich können sich Legionellen gut im Trinkwasser vermehren – und auch die Uranbelastung kann ansteigen, da Uran bei sauren PH-Werten gut löslich ist.

Die Lücke in der Trinkwv

Laut Trinkwasserverordnung ist darf der pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 liegen. Doch bei einem PH-Wert von 6,5 liegt das Trinkwasser schon im sauren Bereich – und daher kommt es bei Trinkwasseranlagen mit Kupferrohrinstallationen, die jahrzehntelang problemlos funktionierten, immer wieder zu erheblichen Korrosionsschäden an den Rohrleitungen und dadurch zu  erheblichen Gefahren für die Gesundheit. 

Kupfer im Trinkwasser kann Leberschäden verursachen

Ein stark erhöhter Kupfergehalt von Trinkwasser wird mit Leberschäden, sogenannten frühkindlichen Leberzirrhosen, bei Säuglingen in Verbindung gebracht.

Nur bei PH-Werten von über 7,5 können Sie von einer sehr geringen Kupferbelastung ausgehen. Es wird empfohlen, sich in Zweifelsfällen vor der Neuinstallation von Kupferleitungen beim zuständigen Gesundheitsamt oder bei den örtlichen Wasserversorgern nach dem PH-Wert des Trinkwassers zu erkundigen.

Um möglichen Gesundheitsgefahren vorzubeugen, wird deshalb geraten, folgende Hinweise zu beachten:

  • Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung ist in der Regel einwandfrei. Es kann jedoch beim Durchfluss durch hausinterne Installationen – in Abhängigkeit vom Rohrmaterial – verändert werden.
  • Eltern von Säuglingen sollten sich vorsorglich vom örtlichen Gesundheitsamt beraten lassen, wenn die Säuglinge ausschließlich mit Trinkwasser zubereitete Flaschennahrung erhalten.
  • Im Zweifel sollte für die Zubereitung von Säuglingsnahrung abgepacktes Wasser oder Mineralwasser verwendet werden, das hierfür ausdrücklich als geeignet ausgewiesen ist.
  • Für Warmwasserboiler aus Kupfer gelten die gleichen Einschränkungen wie für Kupferrohre.
  • Einige Hersteller von Kupferrohren haben mittlerweile andere Werkstoffe entwickelt. So werden zum Beispiel seit einigen Jahren innen verzinnte Kupferrohre angeboten. Dieser neue Werkstoff ist nach Herstellerangaben auch für Wässer mit einem pH-Wert unter 7,3 geeignet.

Umkehrosmose schafft reines Trinkwasser

Trinkwasser-Analyse

Trinkwasser-Analyse mit dem Analyse-Set von Myaqua

Zur Filterung von Kupfer im Trinkwasser existieren verschiedene Filterverfahren. Der Einsatz von Membrantechnologien wie Mikrofiltration, Ultrafiltration, Nanofiltration und vor allem Umkehrosmose garantieren gute Ergebnisse bei der Trinkwasserhygiene. Fremdstoffe, lösliche Stoffe sowie Viren, Bakterien und andere Substanzen können durch solche Wasserfilter entfernt werden. Als das leistungsfähigste und zuverlässigste Verfahren im Bereich der Trinkwasserhygiene und Wasseraufbereitung gilt das Umkehrosmose-Verfahren. Mittels Umkehrosmoseanlagen können nahezu alle Schadstoffe bis zu 99,99% aus dem Wasser entfernt werden.

Mit Trinkwasseranalyse Gesundheits-Gefahren erkennen

Tipp: Analysieren Sie Ihr Leitungswasser auf die Schadstoffe Blei, Kupfer, Zink, Cadmium und Eisen. Durch diese Wasseranalyse erhalten Sie Aufschluss darüber, ob Ihr Trinkwasser mit Schwermetallen aus Rohrleitungen, wie z.B. Blei und Kupfer, belastet ist – und ob Sie ggf. Maßnahmen zur Trinkwasseraufbereitung bzw. zur Wasserreinigung ergreifen sollten. (Weitere Informationen zu Schadstoffen im Wasser finden Sie im Wasser Lexikon auf www.myaqua.de sowie auf der Myaqua-Informationsseite „Schadstoffe im Trinkwasser„)

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